Quadrocopter selber bauen

Tipps und Tricks

 

Als ich angefangen habe mich für Quadrocopter zu interessieren, hätte ich nie gedacht, dass ich mal einen Copter selber bauen werde. Nach unzähligen Abstürzen, Brüchen und Warten auf Ersatzteile konnte die Lösung nur sein: ich stürze nicht mehr ab oder ich baue selber einen Quadrocopter. Am Ende habe ich mich für letzteres entschieden:

Wer kann also eigentlichen einen Quadrocopter selber bauen?

Die Antwort ist einfach: jeder. Es gibt also keine Ausreden.
Warum der Copter im „do it your self Verfahren“ gebaut werden soll ist wahrscheinlich von den Tüftlern bereits beantwortet. Vielleicht weil gerne gebastelt wird, große Flugbegeisterung vorliegt oder auch Interesse an interessanten Luftbildern besteht? Andere wiederum legen hohen Wert auf besondere Features wie zum Beispiel eine höhere Nutzlast, einen möglichst kleinen Aufbau, sehr leise Fluggeräusche, große Reichweite durch lange Flugzeiten. Für Pragmatiker sind die fertig zu kaufenden Copter vielleicht nicht das Geld wert.

Bevor ich jetzt genauer auf die Schritte eingehe, möchte ich an dieser Stell schon einmal auf den Video-Bauanleitung von Michael hinweisen. Für alle diejenigen, die sich nicht durch unzählige Foren wälzen möchten, unzählige Youtube-Videos anschauen möchten, hat Michael sich zu all den Fragen, die ein „Neubastler“ hat, Videos erstellt. Von den Akkus, über die Fernbedienung bis zur Flugsteuerung und noch wichtiger bis zur Teileliste mit den Kosten. Der Kurs ist flexibel, so dass jeder Rahmen möglich.

Ich werde hier auch Bald noch Einblicke Quadrocopter Bauanleitung geben..

QR400 H-Quadrocopter faltbar
Multiwii Arduino selber bauen
Zubehör um ein Quadrocopter zu bauen

Jetzt zu denen, die den Weg über Foren und Umwege 😉 gehen möchten:
Wer einen Quadrocopter selber bauen möchte sollte sich also zunächst einige grundlegende Fragen beantworten:

Was möchte ich mit meinem Quadrocopter machen?

Wenn ich das weiss, danach richtet sich in der Regel die Größe des Rahmen.
Oft nutzt man für die Rahmengröße den Abstand von Motor zur Motor.
Beliebt sind folgende Größen 250, 270 & 280 für die FPV Racer,  ab 350 (DJI Phantom) beginnen die Copter mit Gimbal für z.B. die GoPros.
FPV Racer: Bei den FPV Racern waren es Anfangs die 250er ; mittlerweile findet man auch 270er/280er,um mit 6″ bzw 7″ Propellern und Mehr Akku Leistung bis zu 4S zu fliegen.
Klappkopter: meine Empfehlung ein Klappkopter z.B. von Maulwurfpauli aus dem FPV Forum, der deb QR400 bzw. QR270 konstruiert hat. Der Rahmen ist ein H-Frame. Es müssen auch zum Einklappen vier Rändelschrauben. Mittlerweile bekommt man den Frame bei Flyduinio .

Bevor mit dem Bau begonnen wird sollte auf jeden Fall überlegt werden:

Was muss mein Quadrocopter können?

Wie lange und mit welcher Wendigkeit bzw. Ruhe soll er durch die Lüfte fliegen? Wie leistungsstark muss dementsprechend die Batterie sein? Sollen Fotos oder Videoaufnahmen erstellt werden? Wird ein Rahmen für die CAM-Montage benötigt? Dies ist ein wichtiger Aspekt auch für die Anbringung der Propeller. Auch die Frage des Budgets sollte nicht ausgeklammert werden. Auf die Preisfrage wird im folgenden noch näher eingegangen.
Wenn diese Fragen schon einmal beantwortet sind geht es an die Klärung weiterer Details.

Jetzt lautet die Frage:

Welche Vorteile bringt der Eigenbau eines Quadrocopters

Es werden nur die Einzelteile verbaut, die den vom „Piloten“ gewünschten Eigenschaften entsprechen. Da Kenntnisse über den Zusammenbau natürlich vorliegen, kann das Modell auch jederzeit und entsprechend den Möglichkeiten erweitert und repariert werden. Die Freude über den Erfolg und ersten gelungenen Flug ist für viele nicht zu vergleichen mit dem Erlebnis, ein gekauftes Modell aufsteigen zu lassen.
Meistens sind die Copter, die in Eigenleistung gebaut wurden, auch preiswerter.

Welche Teile werden für den Bau eines Quadrocopters benötigt

Die Basisteile sind:
Das Controlboard, die Antriebseinheit bestehend aus: vier Motoren und vier Leistungsregler sowie vier Rotoren. Hinzu kommen Sensoren für die Gier-, Roll- und Nickachse. Dazu einen Rahmen und einen Akku. Nicht zu vergessen die Fernbedienung mit dem passenden Sender und Empfänger.

Die Frage: Wer hat die benötigten Teile im Sortiment bzw. wo kann ich Sie bestellen wird am besten mit einem Blick ins world wide web geklärt. Es sind viele Anbieter gelistet, die der Nachfrage gerecht werden.
Sollte trotzdem das ein oder andere Teil nicht erhältlich sein ist es wichtig zu erkennen bzw. zu wissen, dass eine gute Bauanleitung immer gute Alternativen anbietet und gleichzeitig auch bekannt gibt. Diese Möglichkeiten sollten beim Kauf schon bekannt sein falls kurz nach dem Zusammenbau etwas kaputt geht und schnell die benötigten Ersatzteile bzw. Alternativen besorgt werden müssen. Auf jeden Fall immer auf korrekte Kompatibilität achten. Sonst sind Fehlstart, Bruchlandung usw. meist schon vorprogrammiert.
Wo man eine solch detaillierte und aussagekräftige Bauanleitung bekommt ist somit wichtig zu wissen. Zumal Quadrocopter noch nicht so verbreitet sind wie vielleicht so manch einer denkt. Deswegen ist es teilweise auch relativ schwierig alle benötigten Einzelteile zu erhalten. Diese Anleitungen zu finden ist aber auch nicht so einfach.

Die kostenlosen Bauanleitungen

Bei der FPV-Community werden von den eigenen Usern einige Bauanleitungen angeboten. Diese sind in Wort und Bild abgefasst.
Dann gibt es noch kostenlose Bauanleitungen für einen Quadrocopter Wii und für einen Quadrocopter Projekt X525. Die erste Bauanleitung ist bereits überholt, viele Teile nicht mehr zu bekommen. Bei der zweiten Bauanleitung bitte viel Lesezeit einplanen.

Die kostenpflichtigen Bauanleitungen

Eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung liefert Michael Hogen. Die erklärenden Videos liefern qualitativ sehr gute Informationen in Form von 26 Modulen verteilt auf 7,5 Stunden Videomaterial. Hinzu kommen Fotos, Grafiken sowie Berechnungsmethoden inklusive Formeln und fertige Teilelisten. Diese Informationsquelle ist geeignet um alles Wissenswerte zu erhalten. Eine rundum empfehlenswerte Informationsplattform.

quadrocopter bauanleitung video

quadrocopter bauanleitung

Wer noch detaillierte Info sucht, findet hier meine Bewertung von der Quadrocopter Bauanleitung.

Wer gerne ein Buch zur Hand hat dem sei im Bereich der kostenpflichtigen Bauanleitungen aus dem T. Roloff Verlag „Quadrocopter selbst gebaut“ oder „Fascination Quadrocopter“ zu empfehlen. Beide sind entweder direkt beim Verlag oder über Amazon zu beziehen.

Fazit zum Thema Bauanleitung

Die kostenlosen Angebote sind eher für diejenigen Tüftler geeignet, die bereits Erfahrung im Quadrocopter selber bauen besitzen. Auch wer sehr gerne experimentiert und viel Zeit hat kann auf diese Variante zurückgreifen. Allerdings sollte trotzdem ein gewisses Grundwissen in puncto Elektronik und Aufbau vorhanden sein.
Die kostenpflichtige Variante ist dann die richtige Entscheidung, wenn noch keine Erfahrungswerte gesammelt wurden im Vorfeld und eine detaillierte Anleitung in wirklich allen Punkten wichtig ist.

Was kosten fertige Quadrocopter

Bei den fertigen Modellen spricht man auch von RTF = Ready to fly Multikonter.
Es gibt bereits Modelle für unter 100,–Euro. Zum Beispiel der RC UFO / Quadrocopter UDI U818A von Günther Groß Elektronic. Er ist ein ideales Einsteigermodell inkl. passabler Kamera. Mit ihm kann jeder erst einmal das Hobby für sich selber testen.
Für ca. 300,– Euro gibt es schon einen Quadrocopter, der mit zwei Hochleistungsakkus auf eine Flugzeit von ca. 36 Minuten kommt. Die Rede ist vom Parrot AR. Drone 2.0 Power Edition. Zwei Kameras, davon eine HD-Kamera, erzielen sehr gute Bildaufnahmen. Diese können sogar während des Fluges per Wlan zum Smartphone übertragen werden. Das leichte Gesamtgewicht macht die Drohne leider sehr windempfindlich. Eine Home-Funktion ist integriert hat aber, genau wie das Wlan, noch seine Macken.
In der Preisklasse um ca. 600,– Euro befindet sich zum Beispiel der Quadrocopter DJI Phantom 2. Er gilt als Superlative und Referenzobjekt. Alle zur Zeit üblichen Gadgests sind vorhanden. Hinzu kommt eine überdurchschnittlich lange Flugzeit sowie ein leichtes Händling. Der leistungsstarke Lithium Polymer Akku hält den Quadrocopter bis zu 25 Minuten in der Luft. Lenkbar ist er auch noch in 1 km Entfernung. Mit dem GPS Autopiloten kann er in Position gehalten werden. Verschiedene Aufnahmen aus einer Flugposition heraus werden damit möglich. Die Home-Funktion funktioniert hier perfekt.

Getoppt wird dieses Modell von der Königsklasse mit dem DJI Phantom 3 Professional. Super Fotoqualität mit 12 Megapixel Auflösung und ein Sichtfeld mit 94 Grad Einstellung. Die Kameralinse ist verzerrungsfrei und hat einen qualitativ hochwertigen Sensor mit hoher Lichtsensibilität. Ein 3-Achsen Kamerastabilisierungssystem sorgt für 4K-Videoaufnahmen. Mit der umfangreichen App können die Luftfotos inklusive professioneller Editierung direkt geteilt werden. Das Lievestreaming der Luftaufnahmen in Echtzeit ist mit der You-Tube Integration möglich. Der Kaufpreis beträgt ab ca. 1.290,– Euro.

Wer bei den RTF-Modellen keine Kosten scheut und direkt ganz groß einsteigen möchte findet vielleicht Gefallen an dem DJI Inspire. Der ist ab ca. 3.185,– Euro erhältlich. Das Motto: Nur fliegen ist schöner. Ganz diesem Motto entsprechend gilt dieses Produkt als eines der ausgefeiltesten derzeit am Markt.

Zur Ausstattung gehören:
Eine sehr zuverlässige Steuerung der Antennentechnik, reibungsloses Ready-to-Fly-Konzept sowie eine Steuerung die dem „Piloten“ viel Arbeit abnimmt und für einen stabilen Flug sorgt. Auch in kritischen Start- und Landephasen kann diese Drohne auf Knopfdruck selbständig starten und landen. Das Display informiert über Flughöhe, Geschwindigkeit und Entfernung. Das Vision Positioning System für den Indoorbereich funktioniert reibunslos.
Die Verarbeitung mit Kohlefasermaterialien u. a. an den Landauslegern ist stabil und leicht zugleich und damit hoch professionell. Die Landausleger können zudem per Fernsteuerung aus dem Blickfeld der Kamera fortbewegt werden.

Was kosten Bausätze für einen Quadrocopter

200,– bis 300,– Euro sind mindestens zu veranschlagen für einen vernünftigen und vor allem auch erweiterbaren Copterbausatz. Bausätze um ca. 100,– Euro sind zwar erhältlich haben aber keine lange Flugzeit, können keine Kamera tragen und wackeln bei jedem Windstoß.
Natürlich kann auch die 1000,– Euro Grenze überschritten werden. Dafür erhält der „Copterpilot“ dann aber auch schon eine Nutzlast von 5-8 kg, eine FPV-Funktionalität sowie GPS Steuerung.

Wie lange wird der Bau eines Quadrocopters dauern

Das ist pauschal kaum zu beantworten. Wer noch keine Erfahrung hat und so manche Fachbegriffe noch wie „Böhmische Dörfer“ klingen wird mit Sicherheit mehrere Tage benötigen. Die meiste Zeit wird für das Studieren und letztlich auch Verstehen der Videos, Bilder und schriftlichen Erläuterungen benötigt werden. Auch wenn ein Fehler unentdeckt bleibt wird wahrscheinlich etwas mehr Zeit benötigt um diesen zu finden.
Summa sumarum werden wohl 30-40 Stunden benötigt. Aber nicht entmutigen lassen, vielleicht geht es ja auch schneller. Und wichtig ist ja ein gutes und flugfähiges Endergebnis.
Wer bereits Erfahrung hat wird wahrscheinlich in 1 bis 2 Tagen mit dem Zusammenbau fertig sein. Erfahrene Modellbauer im Elektronikbereich brauchen teilweise auch nur einen halben Tag um eine Drohne zu bauen.

Nachrüsten mit einem GPS-Controller bzw. mit einer Kamera
Je nach Modell und Controllerboard kann diese Nachrüstung relativ leicht erfolgen. Dann werden Funktionen wie eine Coming-Home-Funktion und die GPS-Position-Hold sowie GPS Waypoint möglich. Dafür muss das GPS-Modul mit dem Controllerboard verbunden werden. Wichtig ist die ausreichende Kapazität beim Prozessorspeicher. Dies ist nicht bei jedem Board der Fall. Wenn doch erfolgt die Verbindung über eine serielle Schnittstelle. Funktioniert das nicht besteht die Möglichkeit eines Anschlusses über einen I2C-Bus.
Auf jeden Fall ist das Nachrüsten mit einer GoPro Kamera oder auch einer günstigeren Ausführung möglich.

Wie sieht es mit der Stabilität bei Wind aus
Diese Frage lässt sich nach dem ersten Flugmanöver beantworten. Besonders wenn ruhige Luftaufnahmen auf der Wunschliste stehen. Nie vergessen: In der Luft kann es windiger sein als am Boden. Faustregel: Je stabiler und ordentlicher ein Quadrocopter gebaut ist umso besser und ruhiger fliegt er auch.

Ist es schwierig einen Quadrocopter zu fliegen
Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig von der Flugeigenschaft des Quadrocopters, der Erfahrung und Begabung des „Piloten“ und auch den vorliegenden Wetterbedingungen.

Wie lange fliegt ein Quadrocopter
Dies ist abhängig vom Copter im Allgemeinen, dem Motor, der Akkuleistung und dem Gewicht sowie dem Board. Allerdings sollte eine Flugzeit von 8-15 Minuten mit einem Akku möglich sein. Da nur in Sichtweite geflogen werden kann ist das auch nicht so wenig wie es sich im ersten Moment anhört. Mit einem Ersatzakku kann die Flugzeit natürlich verdoppelt werden.

Wo erhalten Bastler Hilfe bei Fragen zum Bau eines Quadrocopters
Ganz klar in den diversen Elektronik- und Modellbauforen im Web. Die sind nämlich auch die „Geburtsstätte“ der heutigen Modelle. Ein Besuch des Forums von RCLine (http://www.rclineforum.de/) sowie ein Blick auf die Seite von Mikrocontroller.net lohnt sich jederzeit. Dort finden sich auch komplette Baupläne und Bauberichte. Auch diverse Modellheli-Communitys sind zu empfehlen. Im Wiki vom RC-Heli-Fan Forum (http://www.rc-heli-fan.org) werden ebenfalls hilfreiche Infos weitergegeben. Zum Beispiel eine komplette Bauanleitung inklusive Teileliste für einen WiiCopter.

Gesamtfazit

Auch wenn viele die Bastler, die Ihre Quadrocopter selber bauen, belächeln, deren Innovationen und Entwicklungen fließen immer wieder in die Herstellung der Serienmodelle ein. Somit könnte man sagen, dass diejenigen, die ein fertiges Modell bevorzugen, zumindest indirekt von den Tüftlern und Bastlern profitieren.

Als Neuling sollte man sich auf jeden Fall gründlich über Technik und Flugeigenschaften sowie Aufrüstmöglichkeiten informieren und dabei auch die so genannten Kleinigkeiten nicht vergessen. Erfahrene Quadrocopter Piloten können unter einer Vielzahl von hochwertigen und vielseitigen Bausätzen sowie RTF Modellen wählen.

Jetzt zu denen, die den Weg über Foren und Umwege 😉 gehen möchten:
Wer einen Quadrocopter selber bauen möchte sollte sich also zunächst einige grundlegende Fragen beantworten:

Was möchte ich mit meinem Quadrocopter machen?
Wenn ich das weiss, danach richtet sich in der Regel die Größe des Rahmen.
Oft nutzt man für die Rahmengröße den Abstand von Motor zur Motor.
Beliebt sind folgende Größen 250, 270 & 280 für die FPV Racer,  ab 350 (DJI Phantom) beginnen die Copter mit Gimbal für z.B. die GoPros.

FPV Racer: Bei den FPV Racern waren es Anfangs die 250er ; mittlerweile findet man auch 270er/280er,um mit 6″ bzw 7″ Propellern und Mehr Akku Leistung bis zu 4S zu fliegen.
Klappkopter: meine Empfehlung ein Klappkopter z.B. von Maulwurfpauli aus dem FPV Forum, der deb QR400 bzw. QR270 konstruiert hat. Der Rahmen ist ein H-Frame. Es müssen auch zum Einklappen vier Rändelschrauben. Mittlerweile bekommt man den Frame bei Flyduinio .

 

Bevor mit dem Bau begonnen wird sollte auf jeden Fall überlegt werden:

Was muss mein Quadrocopter können?
Wie lange und mit welcher Wendigkeit bzw. Ruhe soll er durch die Lüfte fliegen? Wie leistungsstark muss dementsprechend die Batterie sein? Sollen Fotos oder Videoaufnahmen erstellt werden? Wird ein Rahmen für die CAM-Montage benötigt? Dies ist ein wichtiger Aspekt auch für die Anbringung der Propeller. Auch die Frage des Budgets sollte nicht ausgeklammert werden. Auf die Preisfrage wird im folgenden noch näher eingegangen.
Wenn diese Fragen schon einmal beantwortet sind geht es an die Klärung weiterer Details.

Jetzt lautet die Frage:
Welche Vorteile bringt der Eigenbau eines Quadrocopters
Es werden nur die Einzelteile verbaut, die den vom „Piloten“ gewünschten Eigenschaften entsprechen. Da Kenntnisse über den Zusammenbau natürlich vorliegen, kann das Modell auch jederzeit und entsprechend den Möglichkeiten erweitert und repariert werden. Die Freude über den Erfolg und ersten gelungenen Flug ist für viele nicht zu vergleichen mit dem Erlebnis, ein gekauftes Modell aufsteigen zu lassen.
Meistens sind die Copter, die in Eigenleistung gebaut wurden, auch preiswerter.

Welche Teile werden für den Bau eines Quadrocopters benötigt
Die Basisteile sind:
Das Controlboard, die Antriebseinheit bestehend aus: vier Motoren und vier Leistungsregler sowie vier Rotoren. Hinzu kommen Sensoren für die Gier-, Roll- und Nickachse. Dazu einen Rahmen und einen Akku. Nicht zu vergessen die Fernbedienung mit dem passenden Sender und Empfänger.

Die Frage: Wer hat die benötigten Teile im Sortiment bzw. wo kann ich Sie bestellen wird am besten mit einem Blick ins world wide web geklärt. Es sind viele Anbieter gelistet, die der Nachfrage gerecht werden.
Sollte trotzdem das ein oder andere Teil nicht erhältlich sein ist es wichtig zu erkennen bzw. zu wissen, dass eine gute Bauanleitung immer gute Alternativen anbietet und gleichzeitig auch bekannt gibt. Diese Möglichkeiten sollten beim Kauf schon bekannt sein falls kurz nach dem Zusammenbau etwas kaputt geht und schnell die benötigten Ersatzteile bzw. Alternativen besorgt werden müssen. Auf jeden Fall immer auf korrekte Kompatibilität achten. Sonst sind Fehlstart, Bruchlandung usw. meist schon vorprogrammiert.
Wo man eine solch detaillierte und aussagekräftige Bauanleitung bekommt ist somit wichtig zu wissen. Zumal Quadrocopter noch nicht so verbreitet sind wie vielleicht so manch einer denkt. Deswegen ist es teilweise auch relativ schwierig alle benötigten Einzelteile zu erhalten. Diese Anleitungen zu finden ist aber auch nicht so einfach.

Die kostenlosen Bauanleitungen
Bei der FPV-Community werden von den eigenen Usern einige Bauanleitungen angeboten. Diese sind in Wort und Bild abgefasst.
Dann gibt es noch kostenlose Bauanleitungen für einen Quadrocopter Wii und für einen Quadrocopter Projekt X525. Die erste Bauanleitung ist bereits überholt, viele Teile nicht mehr zu bekommen. Bei der zweiten Bauanleitung bitte viel Lesezeit einplanen.

Die kostenpflichtigen Bauanleitungen
Eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung liefert Michael Hogen. Die erklärenden Videos liefern qualitativ sehr gute Informationen in Form von 26 Modulen verteilt auf 7,5 Stunden Videomaterial. Hinzu kommen Fotos, Grafiken sowie Berechnungsmethoden inklusive Formeln und fertige Teilelisten. Diese Informationsquelle ist geeignet um alles Wissenswerte zu erhalten. Eine rundum empfehlenswerte Informationsplattform.

Wer gerne das Buch zur Hand hat dem sei im Bereich der kostenpflichtigen Bauanleitungen aus dem T. Roloff Verlag „Quadrocopter selbst gebaut“ oder „Fascination Quadrocopter“ zu empfehlen. Beide sind entweder direkt beim Verlag oder über Amazon zu beziehen.

Fazit zum Thema Bauanleitung
Die kostenlosen Angebote sind eher für diejenigen Tüftler geeignet, die bereits Erfahrung im Quadrocopter selber bauen besitzen. Auch wer sehr gerne experimentiert und viel Zeit hat kann auf diese Variante zurückgreifen. Allerdings sollte trotzdem ein gewisses Grundwissen in puncto Elektronik und Aufbau vorhanden sein.
Die kostenpflichtige Variante ist dann die richtige Entscheidung, wenn noch keine Erfahrungswerte gesammelt wurden im Vorfeld und eine detaillierte Anleitung in wirklich allen Punkten wichtig ist.

Was kosten fertige Quadrocopter
Bei den fertigen Modellen spricht man auch von RTF = Ready to fly Multikonter.
Es gibt bereits Modelle für unter 100,–Euro. Zum Beispiel der RC UFO / Quadrocopter UDI U818A von Günther Groß Elektronic. Er ist ein ideales Einsteigermodell inkl. passabler Kamera. Mit ihm kann jeder erst einmal das Hobby für sich selber testen.
Für ca. 300,– Euro gibt es schon einen Quadrocopter, der mit zwei Hochleistungsakkus auf eine Flugzeit von ca. 36 Minuten kommt. Die Rede ist vom Parrot AR. Drone 2.0 Power Edition. Zwei Kameras, davon eine HD-Kamera, erzielen sehr gute Bildaufnahmen. Diese können sogar während des Fluges per Wlan zum Smartphone übertragen werden. Das leichte Gesamtgewicht macht die Drohne leider sehr windempfindlich. Eine Home-Funktion ist integriert hat aber, genau wie das Wlan, noch seine Macken.
In der Preisklasse um ca. 600,– Euro befindet sich zum Beispiel der Quadrocopter DJI Phantom 2. Er gilt als Superlative und Referenzobjekt. Alle zur Zeit üblichen Gadgests sind vorhanden. Hinzu kommt eine überdurchschnittlich lange Flugzeit sowie ein leichtes Händling. Der leistungsstarke Lithium Polymer Akku hält den Quadrocopter bis zu 25 Minuten in der Luft. Lenkbar ist er auch noch in 1 km Entfernung. Mit dem GPS Autopiloten kann er in Position gehalten werden. Verschiedene Aufnahmen aus einer Flugposition heraus werden damit möglich. Die Home-Funktion funktioniert hier perfekt.

Getoppt wird dieses Modell von der Königsklasse mit dem DJI Phantom 3 Professional. Super Fotoqualität mit 12 Megapixel Auflösung und ein Sichtfeld mit 94 Grad Einstellung. Die Kameralinse ist verzerrungsfrei und hat einen qualitativ hochwertigen Sensor mit hoher Lichtsensibilität. Ein 3-Achsen Kamerastabilisierungssystem sorgt für 4K-Videoaufnahmen. Mit der umfangreichen App können die Luftfotos inklusive professioneller Editierung direkt geteilt werden. Das Lievestreaming der Luftaufnahmen in Echtzeit ist mit der You-Tube Integration möglich. Der Kaufpreis beträgt ab ca. 1.290,– Euro.

Wer bei den RTF-Modellen keine Kosten scheut und direkt ganz groß einsteigen möchte findet vielleicht Gefallen an dem DJI Inspire. Der ist ab ca. 3.185,– Euro erhältlich. Das Motto: Nur fliegen ist schöner. Ganz diesem Motto entsprechend gilt dieses Produkt als eines der ausgefeiltesten derzeit am Markt.

Zur Ausstattung gehören:
Eine sehr zuverlässige Steuerung der Antennentechnik, reibungsloses Ready-to-Fly-Konzept sowie eine Steuerung die dem „Piloten“ viel Arbeit abnimmt und für einen stabilen Flug sorgt. Auch in kritischen Start- und Landephasen kann diese Drohne auf Knopfdruck selbständig starten und landen. Das Display informiert über Flughöhe, Geschwindigkeit und Entfernung. Das Vision Positioning System für den Indoorbereich funktioniert reibunslos.
Die Verarbeitung mit Kohlefasermaterialien u. a. an den Landauslegern ist stabil und leicht zugleich und damit hoch professionell. Die Landausleger können zudem per Fernsteuerung aus dem Blickfeld der Kamera fortbewegt werden.

Was kosten Bausätze für einen Quadrocopter
200,– bis 300,– Euro sind mindestens zu veranschlagen für einen vernünftigen und vor allem auch erweiterbaren Copterbausatz. Bausätze um ca. 100,– Euro sind zwar erhältlich haben aber keine lange Flugzeit, können keine Kamera tragen und wackeln bei jedem Windstoß.
Natürlich kann auch die 1000,– Euro Grenze überschritten werden. Dafür erhält der „Copterpilot“ dann aber auch schon eine Nutzlast von 5-8 kg, eine FPV-Funktionalität sowie GPS Steuerung.

Wie lange wird der Bau eines Quadrocopters dauern
Das ist pauschal kaum zu beantworten. Wer noch keine Erfahrung hat und so manche Fachbegriffe noch wie „Böhmische Dörfer“ klingen wird mit Sicherheit mehrere Tage benötigen. Die meiste Zeit wird für das Studieren und letztlich auch Verstehen der Videos, Bilder und schriftlichen Erläuterungen benötigt werden. Auch wenn ein Fehler unentdeckt bleibt wird wahrscheinlich etwas mehr Zeit benötigt um diesen zu finden.
Summa sumarum werden wohl 30-40 Stunden benötigt. Aber nicht entmutigen lassen, vielleicht geht es ja auch schneller. Und wichtig ist ja ein gutes und flugfähiges Endergebnis.
Wer bereits Erfahrung hat wird wahrscheinlich in 1 bis 2 Tagen mit dem Zusammenbau fertig sein. Erfahrene Modellbauer im Elektronikbereich brauchen teilweise auch nur einen halben Tag um eine Drohne zu bauen.

Nachrüsten mit einem GPS-Controller bzw. mit einer Kamera
Je nach Modell und Controllerboard kann diese Nachrüstung relativ leicht erfolgen. Dann werden Funktionen wie eine Coming-Home-Funktion und die GPS-Position-Hold sowie GPS Waypoint möglich. Dafür muss das GPS-Modul mit dem Controllerboard verbunden werden. Wichtig ist die ausreichende Kapazität beim Prozessorspeicher. Dies ist nicht bei jedem Board der Fall. Wenn doch erfolgt die Verbindung über eine serielle Schnittstelle. Funktioniert das nicht besteht die Möglichkeit eines Anschlusses über einen I2C-Bus.
Auf jeden Fall ist das Nachrüsten mit einer GoPro Kamera oder auch einer günstigeren Ausführung möglich.

Wie sieht es mit der Stabilität bei Wind aus
Diese Frage lässt sich nach dem ersten Flugmanöver beantworten. Besonders wenn ruhige Luftaufnahmen auf der Wunschliste stehen. Nie vergessen: In der Luft kann es windiger sein als am Boden. Faustregel: Je stabiler und ordentlicher ein Quadrocopter gebaut ist umso besser und ruhiger fliegt er auch.

Ist es schwierig einen Quadrocopter zu fliegen
Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig von der Flugeigenschaft des Quadrocopters, der Erfahrung und Begabung des „Piloten“ und auch den vorliegenden Wetterbedingungen.

Wie lange fliegt ein Quadrocopter
Dies ist abhängig vom Copter im Allgemeinen, dem Motor, der Akkuleistung und dem Gewicht sowie dem Board. Allerdings sollte eine Flugzeit von 8-15 Minuten mit einem Akku möglich sein. Da nur in Sichtweite geflogen werden kann ist das auch nicht so wenig wie es sich im ersten Moment anhört. Mit einem Ersatzakku kann die Flugzeit natürlich verdoppelt werden.

Wo erhalten Bastler Hilfe bei Fragen zum Bau eines Quadrocopters
Ganz klar in den diversen Elektronik- und Modellbauforen im Web. Die sind nämlich auch die „Geburtsstätte“ der heutigen Modelle. Ein Besuch des Forums von RCLine (http://www.rclineforum.de/) sowie ein Blick auf die Seite von Mikrocontroller.net lohnt sich jederzeit. Dort finden sich auch komplette Baupläne und Bauberichte. Auch diverse Modellheli-Communitys sind zu empfehlen. Im Wiki vom RC-Heli-Fan Forum (http://www.rc-heli-fan.org) werden ebenfalls hilfreiche Infos weitergegeben. Zum Beispiel eine komplette Bauanleitung inklusive Teileliste für einen WiiCopter.

Gesamtfazit
Auch wenn viele die Bastler, die Ihre Quadrocopter selber bauen, belächeln, deren Innovationen und Entwicklungen fließen immer wieder in die Herstellung der Serienmodelle ein. Somit könnte man sagen, dass diejenigen, die ein fertiges Modell bevorzugen, zumindest indirekt von den Tüftlern und Bastlern profitieren.

Als Neuling sollte man sich auf jeden Fall gründlich über Technik und Flugeigenschaften sowie Aufrüstmöglichkeiten informieren und dabei auch die so genannten Kleinigkeiten nicht vergessen. Erfahrene Quadrocopter Piloten können unter einer Vielzahl von hochwertigen und vielseitigen Bausätzen sowie RTF Modellen wählen.